Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

BREAK THE LIMITSUnterstützen Sie Handicapbillard Unterstützen Sie Handicapbillard

wird unterstützt von der

FRANZ UND REGINE FRAUENHOFFER STIFTUNG

 

HANDICAP BILLARD

BREAK THE LIMITS ..... Die deutsche Billardwelt

 

Ich habe mir gestern mal den Spass gemacht und habe in der Fußgängerzone einer großen deutschen Stadt eine Umfrage gestartet.

Frage 1: "Haben Sie schon einmal Billard gespielt?"

Mit JA haben 95 % geantwortet, mit NEIN 4 %, der Rest mit WEISS NICHT.

Frage 2: "Wer ist der bekannteste Billardspieler der Welt?"

32 % nannten Paul Newman

28% der Stimmen entfielen auf Tom Cruise

12 % der Stimmen bekam Donald Duck

8% sagten: MEIN VATER

Der Rest starrte mich an, als hätte ich nach dem Namen des Erstbesteigers des Mount Everest gefragt.

ES IST EIN RIESENPHÄNOMEN: Jeder hat es mal gespielt, aber das war es dann auch schon.

Das mit dem großen Tisch und den kleinen Kugeln, da kennen sich manche schon eher aus, aber Billard? Oder gar POOL-Billard?

Warum ist das so?

Billard ist eine Präzisionssportart, die aller höchste Ansprüche an den Körper, vor allem aber an den Geist stellt. Man kann zwar innerhalb kürzester Zeit erste Erfolge erzielen und die eine oder andere Kugel versenken, aber das reicht noch lange nicht.

Wenn beim Snooker ein Spieler eine 147 spielt, dann hat er 37 Kugeln am Stück weg geschossen und die Leute jubeln. Wenn beim Billard ein Spieler 200 Kugeln am Stück in der Disziplin 14/1 endlos locht, interessiert das fast niemanden.

Kommen wir also auf das Grundproblem unseres Sports zu sprechen: DU KANNST DAVON NICHT LEBEN, er wird Dich nicht ernähren. Denkbar schlechte Voraussetzungen, um als Leistungssport zu gelten. Und kein Leistungssport, keine Medienpräsenz. Und wenn Du nicht in den Medien bist, bekommst Du auch keine Werbegelder.

Also müssen wir diese Kette aufbrechen und einen Ansatz finden. Am besten geht das, wenn man in Vorlage geht und hinterher erntet. Das wiederum funktioniert aber nicht, weil die Strukturen der einzelnen Verbände, die unseren Sport organisieren und reglementieren derart fest sind, dass es keinerlei Spielräume gibt. Also muscheln wir Jahr für Jahr einfach so weiter.

Und Ihr könnt Euch sicher auch denken, wenn der normale Betrieb so dahin läuft, dann wird es für die Randgruppen unserer Gesellschaft noch schwieriger. Geh mal in ein Billardcafe und frag mal, ob es besondere Aktionen für behinderte Sportler im Billard gibt.

Oder macht es wie ich und fragt beim Dachverband nach. Die Antworten werden sein: NEIN, oder WEISS ICH NICHT.

Oder fragt mal bei einem Verein nach, der sein eigenes Vereinsheim hat. Da wird es nicht anders aussehen.

Im Billard sind wir nämlich noch randgruppiger, als bei anderen Sachen. Deshalb bin ich froh, wenn wir mit dieser Seite eine Anlaufstelle schaffen für all die, die gerne mal ein Queue in der halten möchten und Spaß an unserem Sport haben. Meldet Euch einfach bei uns, wir werden Euch sagen, was Ihr wo zu erwarten habt und stellen den Erstkontakt her.

Ihr werdet nicht von heute auf morgen der große Star, der Paul Newman von Platz 1 der Bekanntheitsliste verdrängen wird, aber Ihr werdet nette Menschen kennen lernen und sehr schnell Erfolge ernten. Denn Billard ist auch für uns ein idealer Sport. Also, nie vergessen:

BREAK THE LIMITS